Zwischen zwei Führungskräften oder in der Geschäftsleitung
Zwei, die beide gebraucht werden, kommen nicht mehr miteinander zurecht. Das bleibt selten zwischen ihnen. Entscheidungen werden über den Bereich des anderen hinweg getroffen. Informationen werden zurückgehalten — nicht aus Nachlässigkeit, sondern bewusst. Kunden bekommen aus zwei Richtungen unterschiedliche Zusagen. Und die Teams übernehmen die Haltung ihrer Führungskraft, bis aus dem Konflikt zwischen zwei Personen einer zwischen zwei Bereichen geworden ist.
Dahinter steht häufig eine Vorgeschichte: eine Entscheidung, bei der einer übergangen wurde, eine Beförderung, die anders lief als besprochen, eine Zusage, die nicht eingelöst wurde. Darüber spricht längst keiner mehr, es ist zu lange her. Aber es schafft bis heute eine gereizte, mitunter feindselige Atmosphäre.
Eine Klärung beginnt deshalb dort und nicht bei der aktuellen Streitfrage. Erst danach lässt sich verabreden, was künftig gilt: wer wen wann informiert, wo Differenzen ausgetragen werden und was beim nächsten Mal geschieht, bevor es eskaliert.
Etwas anderes ist es, wenn die beiden strukturell in Konkurrenz stehen — überlappende Zuständigkeiten, Ziele, die einander ausschließen, eine Position, auf die beide hoffen. Das löst kein Gespräch auf. Das entscheiden Sie.